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Von allem zuviel. Und zu wenig von mir.
Darüber denke ich heute immer wieder nach.
Gedankensplitter.
Und - ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste was ich will.
Darüber denke ich schon seit Jahren nach.
Das Buch dazu liegt bereit. Wie soviele (zuviele?!) andere auch.
Manchmal bieten sich zuviele Möglichkeiten, man kann sich nicht entscheiden und lässt dann lieber alles sein.
Schizophren? Ja vielleicht. Ein bißchen auf jeden Fall.
Welches Buch lese ich heute abend? Ach, da liegen soviele, ich kann mich nicht entscheiden, also lass ich es ganz. Welche Zeitschrift will ich durchblättern? Am liebsten alle auf einmal, also doch besser keine. Was tun mit Talenten und Vorlieben? Ach, mal lieber nix, man weiß ja nie... Wie verrückt ist das denn eigentlich?!
Ich möchte werde mich auf den Weg machen. Auf den Weg zu mir.
Meine Lebensaufgabe, meine Bestimmung finden und endlich klar erkennen.
Ich möchte werde mir SELBST-BEWUSST-SEIN. In all meinen Facetten, Farben, Höhen und Tiefen.
Ich möchte werde mich selbst entdecken, wiederfinden und notfalls neu-erfinden.
Und ich werde meinem Körper die Fürsorge zukommen lassen, die er so dringend braucht und die er ohne mein Zutun nicht bekommt.
Ja, vieles davon stand auch schon für 2010 an. Das Leben spielte anders und ich war mittendrin. Wilde Strudel rissen mich mit sich fort in andere Welten. Neue Horizonte eröffnete all das auch. Vielleicht auch Teil (m)einer Bestimmung.
Ich versuche den Schrecken und die tiefe Traurigkeit loszulassen. Wenigstens ein wenig. Es reist sich leichter mit weniger Gepäck, denn -
zuviel von allem, zu wenig von mir...
Das wird sich ändern!
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Mutter Löwenzahn
Mutter Löwenzahn schaut ihren Kindern nach
Ein Windhauch schickte sie auf Wanderschaft
Nur zweie sind noch dageblieben
die hat der Wind nicht fortgetrieben.
„Doch wird auch ihre Zeit bald kommen“,
denkt Mutter Löwenzahn beklommen.
Sie flüstert ihnen zu – ganz leise
„Macht euch bereit für eure Reise!
Ich wünsch euch eine schöne Wiese,
so groß und grün wie diese.
Mit guter Erde, dass ihr keimen könnt
und Sonnenschein, der euch verwöhnt.
Auch ab und zu ein bisschen Regen -
ihr braucht ihn, um zu überleben.
Im nächsten Jahr steht ihr dann leuchtend Gelb
Ich weiß nicht wo auf dieser Welt
und…“
Eine zarte Brise
zieht über die Wiese
alle Kinder nun auf Wanderschaft
Mutter Löwenzahn schaut ihren Kindern nach.
©Martina Decker
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